Keramik
entsteht ganz allgemein durch das Zusammenwirken der vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer.
Bestimmte Erde ist der Rohstoff, aus dem die Keramik hergestellt wird. Wasser macht aus dem körnigen Rohstoff eine formbare Masse. Luft trocknet das Werkstück. Feuer härtet das Stück und macht aus Ton erst Keramik.
Das fünfte Element ...
… ist die Person, die die Stücke töpfert.
Ich bin davon überzeugt, beim Töpfern entsteht nicht nur ein Objekt, sondern dass auch immer etwas von einem selbst in die Stücke einfließt. Deshalb ist meine kleine Werkstatt mein Happy Place. Denn ich möchte meinen Stücken bewusst eine positive und erdende Energie mitgeben.
Durch unseren Lebensstil haben wir uns eine Umgebung geschaffen, die sich oft steril und künstlich anfühlt und von Hektik, Leistungsdruck und Stress geprägt ist.
Innezuhalten und sich wieder ein Stück mit der Natur zu verbinden, bedeutet, sich wieder mit sich selbst zu verbinden.
Meine Stücke
sollen dazu einladen, bewusst im Hier und Jetzt zu sein und kleine analoge Inseln in einer häufig viel zu digitalen Welt zu schaffen.
Dafür arbeite ich
mit unterschiedlichen Texturen, Sgraffito & natürlichen Farben.

Texturen
schaffen eine haptische Erfahrung und laden dazu ein, die Oberfläche bewusst zu ertasten und zu erfühlen.

Sgraffito
ist eine alte Ritztechnik, bei der die oberste Ton- oder Farbschicht abgetragen wird. Dadurch entsteht ein Kontrast, der die Oberfläche lebendig und interessant macht.

natürliche Farben
wirken erdend und lassen Raum für eine unaufdringliche Wahrnehmung, die beruhigend wirkt.
Die meisten meiner Stücke
sind funktional, d.h. sie sind für den Gebrauch gedacht.
Aber manche dürfen auch einfach nur schön sein.
Eine besondere Faszination
habe ich für wilden Ton entwickelt, den ich beim Spazierengehen finde und in viele meiner Stücke einarbeite.
Über mich

Im Sommer 2024 habe ich aus Versehen eine Drehscheibe und einen Brennofen geerbt. Beide sind aus dem Jahr 1979 (mein Brennofen heißt übrigens Bruce und davor sitzt Kyron, der den Ofen liebend gerne bewacht). Erst wollte ich nur ein bisschen spielen und jetzt stehe ich gefühlt bis zu den Ellenbogen im Dreck und die Keramik lässt mich nicht mehr los. Denn tatsächlich bin ich Ernährungstherapeutin und Autorin - aber nun mit einem zeitintensiven Hobby, das mich unheimlich glücklich macht.

